Folge 25: Venezolanos in Leipzig - 3 Teile
mit Isabelle Wiedemeier
Weil in Venezuela Präsident Nicolas Maduro die Macht geentert und sein Land in Gewalt, Armut und Hunger getrieben hat, ist ein Viertel der Venezolanos auf der Flucht. Mehr als 7200 leben in Sachsen, 1400 allein in Leipzig. In drei Teilen erzählen sieben von ihnen ihre Geschichte. Es geht um Essen, um Freude an der Freiheit vs. Angst vor Abschiebung und um den buckligen Weg zu Sprache und Arbeit. Immer mit dabei sind Victor und Mauricio, zwei Venezolanos, die Leipzig schon lange mitgestalten.
Ivani und Daniel haben`s geschafft: Mit ihrem Restaurant “Fogón de la Oma” holen sie Venezuela in Leipzigs Zentrum und schenken Sachsen Arepas und Cachapas. Dahinter stecken sechs Jahre ohne Urlaub.
“Niemand verlässt sein Land freiwillig”, sagt Manuel - aber Katherine und er hatten keine Wahl. In Leipzig wollen die zwei ihre Familie gründen und stecken voll positiver Energie - dabei wissen sie noch nicht, ob sie bleiben dürfen. Denn 80 Prozent der venezolanischen Asylbewerber:innen sind in Sachsen nicht erwünscht.
Nestor läuft die Langstrecke in Doppelschicht. Seitdem er in Deutschland ist, arbeitet er bei BMW und wo man ihn sonst noch lässt. Auch zum Interview kommt er nur vorbeigeflitzt. Die Sprache lernt er nebenbei - eiserne Disziplin ist sein Rezept zur Anerkennung in Deutschland.